Der Umzugstag ist geschafft – jetzt kommt der oft übersehene Teil: Einzug und Übergabe. Wer beim Einzug schludert, zahlt später drauf. Ein sauberes Einzugsprotokoll ist Ihre wichtigste Absicherung gegen unberechtigte Ansprüche des Vermieters bei Auszug.
Einzugsprotokoll erstellen
Am besten gemeinsam mit dem Vermieter oder Vormieter durch alle Räume gehen und jeden Mangel schriftlich festhalten. Vorlagen finden Sie kostenlos online. Wichtig: Beide Parteien unterschreiben – ohne Unterschrift ist das Protokoll nur eine private Notiz.
Was beim Einzug prüfen?
- Bodenbeläge: Kratzer, Flecken, lose Fugen
- Wände und Decken: Risse, Flecken, Löcher
- Fenster: schließen sie dicht, Rahmen intakt?
- Türen: Schlösser gängig, Schaden am Rahmen?
- Bad: Silikonfugen, Duschabtrennung, Toilettenspülung
- Küche: Herd, Backofen, Kühlschrank funktionsfähig?
- Heizung: Alle Heizkörper werden warm?
- Elektrik: Steckdosen, Lichtschalter, Sicherungskasten
Mängel sofort melden
Mängel schriftlich (per E-Mail oder Einschreiben) melden – am besten innerhalb der ersten Woche. Fotos mit Datumsstempel gehören dazu. Ohne rechtzeitige Meldung droht Streit beim Auszug über Vorschäden.
✓ Profi-Tipp
Fotografieren Sie beim Einzug jeden Raum aus verschiedenen Blickwinkeln. Diese Fotos sind bei Auszug Gold wert.
Zählerstände ablesen
- Stromzähler: Nummer, Zählerstand, Foto
- Gas- und Wasserzähler
- Wärmezähler bei Zentralheizung
- Stände dem Versorger innerhalb einer Woche melden
Schlüssel zählen und dokumentieren
Anzahl der übergebenen Schlüssel im Protokoll festhalten: Wohnungstür, Haustür, Keller, Briefkasten, Garage. Fehlt bei Auszug ein Schlüssel, ist teilweise der Austausch der gesamten Schließanlage fällig – mehrere hundert Euro.
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